5 Armut, Hunger und Ausbeutung
1Aus Ungleichheit folgen Armut, Hunger und Ausbeutung nicht zufällig. 2Sie sind keine Pannen eines ansonsten gerechten Systems. 3Sie sind systemische Folgen einer Ordnung, in der Zugriff auf Lebensgrundlagen über Geld vermittelt wird.
4Wer kein Geld hat, hat keinen gleichwertigen Zugriff auf Nahrung, Wohnung, Bildung, Medizin, Rechtsschutz und politische Stimme. 5Formal mag vieles verfügbar sein. 6Praktisch bleibt es ausgeschlossen.
7Ausbeutung bedeutet: Menschen müssen Bedingungen akzeptieren, die sie ohne Not nicht akzeptieren würden.
8Sie arbeiten zu billig. 9Sie wohnen zu teuer. 10Sie verschulden sich. 11Sie nehmen gefährliche Arbeit an. 12Sie verlassen ihre Heimat. 13Sie verkaufen ihre Aufmerksamkeit. 14Sie schweigen, weil Widerstand zu teuer ist.