3 Genesis
1Im Anfang war alles möglich. 2Selbst die Frage, ob man aus dem Anfang herauskommt, ob es eine Zeit geben sollte. 3Wenn alles möglich ist, dann auch das Nicht-Sein. 4Offenkundig ist diese Entscheidung zugunsten des Seins gefallen. 5Mit jeder Entscheidung aus der Menge des Möglichen sterben Möglichkeiten. 6Wenn das Sein entschieden ist, ist das Nicht-Sein keine Möglichkeit mehr.
7Entscheidungen werden getroffen und fordern Konsistenz. 8Das Sein selbst fordert Stabilität. 9Das Werden fordert Zeit. 10Sein ist Stabilität, zumindest über einen Zeitraum hinweg. 11Nicht zu entscheiden bedeutet, Widersprüche zuzulassen. 12Widersprüche münden im Chaos, dort liegt keine Stabilität.
13Die Grundlagen unserer Welt sind widerspruchsfrei in ihren Gesetzen und Freiheiten. 14Dort, wo nicht widersprochen wird, im Kleinen und Unterschwelligen, bleiben Möglichkeiten, dem Zufall Raum für ungeahnte Entwicklungen zu geben. 15Die jeweils nächste Ebene braucht immer eine stabile Grundlage, auf der sie aufbauen kann. 16Entwicklung geschieht auf der Grundlage von Konsistenz und Harmonie. 17Ohne Harmonie gäbe es keine Schöpfung, wie wir sie kennen. 18Jede Schöpfung an sich verkörpert von Grund auf Harmonie, egal, wie sie auf ihrer Ebene wirkt. 19Ein Weiterkommen gibt es nur in solch einer Ordnung.